Archiv für Oktober 2016

Zweiter Redebeitrag für die Verschwundenen!

Liebe Aktivist*innen,
Wir sind heute hier versammelt um gemeinsam unseren Brüdern und Schwestern zu gedenken, die bei der Überquerung des Meers und auf der Suche nach einem besseren Leben ums Leben gekommen sind. Wir sind hier, um diese unbekannten Migrant*innen zu ehren, deren Familien noch auf ihre triumphale Rückkehr warten ohne zu wissen, dass sie schon längst ertrunken sind. Ja, wie viele Mütter, Väter, Söhne, Töchter, Ehemänner und Ehefrauen, warten auf die Rückkehr ihrer Söhne, Töchter, Väter, Ehefrauen oder Ehemänner. Wie viele hoffen jedes mal, wenn das Telefon klingelt, dass es sich um ein*e Angehörige handelt. Dass es der Anruf ist, der das Leid lindert. Wie viele wurden enttäuscht, als sie den Anruf bekommen haben, der ihnen mitteilte, dass ihr geliebter Mensch nie wieder zurückkommen würde. Dass er oder sie auf der Suche gestorben ist, beim mutigen oder feigen Versuch den Wassern gegenüberzutreten, die vor ihm oder ihr lagen. Und dieses Gewässer ist das Mittelmeer, ein wahrer Friedhof für Migrant*innen. Statistiken sprechen von mehr als 10 000 Migrant*innen, die seit 2014 im Meer gestorben sind. 2014 waren es 3500 Tote, im letzten Jahr 3771, dazu kommen 2814 Todesfälle seit Anfang 2016, – so eine genaue Angabe des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen. Wie wird es 2017 aussehen?
Wird sich das Mittelmeer eines Tages an Migrant*innen satt gegessen haben? Werden Europa und Nordamerika eines Tages müde werden, dem Meer Migrant*innen anzubieten unter dem Vorwand, dass diese eine Gefahr darstellen ? Die erschreckenden Unglücksfälle im Mittelmeer der letzten Monate sind nichts Außergewöhnliches mehr, denn seit langem sehen wir die gleichen Bilder. Doch was tun wir ? Und was tun unsere Regierungen ? Die hiesigen als auch die in Asien und Afrika ? Sie bedienen sich der Toten um auf Stimmenfang zu gehen.
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Gedenkkundgebung für die Opfer des europäischen Grenregimes

Redebeitrag anlässlich der Gedenkkundgebung für die Opfer des europäischen Grenzregimes

Liebe Aktivist*innen aus unterschiedlichen Politgruppen.
Liebe Freund*innen, die uns immer treu seid.
Sehr geehrte Vorbeigehende.
commémoration
Die Ereignisse, um die wir heute versammelt sind, passieren seit Anbeginn der Zeiten und hinterlassen immer noch eine Lücke in der Gesellschaft.
Wir gedenken heute zum ersten Mal unseren Eltern, Brüdern, Schwestern, Kindern und Freund*innen, die ihr Leben auf der Suche nach Frieden verloren haben. Wir gedenken auch denjenigen, die ihr Leben verloren haben, indem sie sich diesen Frieden erkämpft haben.
Gedenken heißt auch Bildung leisten: politische Bildung und Pädagogik der Vielen. Die Welt ist nichts ohne das, was die Menschen gemeinsam haben. Die Weltgeschichte ist die Basis ihrer Einheit. Deswegen widmen wir diesen Tag der Erinnerung der Verstorbenen.
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Commémoration des disparu*e*s

Notre discours pour la jour de la commémoration des disparu*e*s

Mesdames et messieurs les représentants des groupes politiques.
Mesdames et messieurs les ami (es)toujours aussi fidèle.
Mesdames et messieurs les passants.
Les événements qui nous réunissent ce jour ont eu lieu depuis la nuit des temps jusqu‘à nos jours et continue à laisser encore des vides dans la société.
Nous commémorons  aujourd‘hui pour la première fois les mémoires de nos parents ,frères , soeurs et enfants qui ont perdus leurs vie à la recherche de la paix et aussi les mémoires de ceux qui ont perdus leurs vie en défendant cette paix.
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